Volker Schnurrbusch: „Wölfe sind zu klug für Zäune“

    Volker Schnurrbusch

    Umweltminister Albrecht (Grüne) weist künftig sogenannte Präventionsgebiete in den Landkreisen Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg und Segeberg aus. Innerhalb dieser werden Weidetierhalter zur Einhaltung besonderer Standards zum Herdenschutz verpflichtet. Volker Schnurrbusch, umwelt- und agrarpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Der Wolf ist ein intelligentes Raubtier, das schnell lernt. Einen sicheren Schutzzaun wird es nicht geben, denn auch für Elektrozäune ist das Tier zu schlau. Ein Wolfsrudel soll nach Expertenmeinung auch in der Lage sein, die Schafe derart in Panik zu versetzen, dass diese dann die Umzäunung selbst einreißen.

    Anscheinend wollen das die grünen Romantiker und Wolfsfreunde nicht wahrhaben. Anders ist es nicht zu erklären, dass das Umweltministerium jetzt sogenannte Präventionsgebiete einführen will. Alle Nutztierhalter müssen dort ihre Herden wolfssicher einzäunen, wenn sie weiterhin Entschädigungsleistungen haben möchten.

    Der grüne Minister blendet immer noch aus, dass er mit Zäunen die Gefahr durch den Wolf nicht abwenden kann. Er setzt auf friedliche Koexistenz mit einem Räuber, der sich seit Monaten bei uns über Nutztiere hermacht. Doch das wird in unserem waldarmen Bundesland nicht gelingen. Statt den Tierhaltern immer höhere Hürden aufzuerlegen, müssen Problemwölfe schneller identifiziert und geschossen werden.

    Selbst falls sich die Zäune irgendwann als wirksam erweisen sollten, wird das Wolfsproblem nur verlagert. Denn die intelligenten Tiere, von denen mindestens drei in den genannten Kreisen im Westen des Landes aktiv sind, können sich dann wieder bei den Deichschafen bedienen, wie es schon in den vergangenen Monaten passiert ist. Minister Albrecht verkennt offenbar diese Gefahr, weil er nicht zugeben will, dass der Wolf nicht an die Westküste gehört.

    Die AfD steht für eine artgerechte Weidetierhaltung und den Schutz des Eigentums unserer Landwirte. Weidetierhaltung gehört für uns zu Schleswig-Holstein wie das Wasser an den Küsten.“

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