Volker Schnurrbusch: „Wir müssen die Fischer stärker ins Fischereimanagement einbinden“

    Volker Schnurrbusch

    Der EU-Fischereirat hat neue Fangquoten für die Nordsee festgesetzt, die die heimische Fischerei massiv unter Druck setzen. Dazu erklärt Volker Schnurrbusch, agrar- und umweltpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion:

    „Die neuen Fangquoten sind schlecht für unsere heimische Fischerei. Über die letzten 25 Jahre betrachtet war die gemeinsame Fischereipolitik der EU ein glatter Misserfolg, denn wesentliche Ziele dieser Politik wurden nicht erreicht.

    Anstatt weiterhin detailversessen mit ausufernden Kontrollen und Regulierungen das Problem der Überfischung lösen zu wollen, sollten wir vielmehr die richtigen Anreize setzen. Positive Anreize, die die Fischer akzeptieren und gern befolgen.

    Die bisherige Quotenregulierung liefert zwar scheinbar positive Zahlen und Statistiken, führt aber ganz offensichtlich nicht zum nachhaltigen Erfolg. Deswegen fordert die AfD die Abschaffung der Quoten, insbesondere dort, wo sie auch noch kutterbezogen reguliert ist. Das erschwert zusätzlich den Generationswechsel im Familienbetrieb und die Nachwuchsarbeit.

    Alternativ ist eine Umstrukturierung der Fischerei sowie eine entsprechende soziale Absicherung der Fischer sinnvoll. Wie wichtig diese Maßnahme wäre, zeigt das Heringsfangverbot von 1977 – 1981. Die Bestände konnten sich erholen, die Fischereibetriebe jedoch blieben auf der Strecke. Deswegen fordert die AfD Wettbewerbsnachteile der heimischen Fischer zu beseitigen und eine stärkere Einbindung der Fischer in zukünftige Regulierungsmaßnahmen.“

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