Volker Schnurrbusch: „Umweltminister Habeck reagiert richtig – aber viel zu spät“

    Kiel 508.quadratisch

    Kiel 508.quadratischPlastikreste gelangten als Schredder-Gemisch zusammen mit Lebensmittelresten in den Faulschlamm-Prozess der Schleswiger Kläranlage. Von dort gelangte das Plastik in die Schlei. Volker Schnurrbusch, umweltpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Anwohner der Schlei stellten schon seit Anfang 2016 immer wieder Plastik am Ufer der Schlei fest und informierten die örtlichen Behörden. Auch der Leiter der Schule Louisenlund teilte erst vor wenigen Tagen auf dem Schlei-Forum mit, die hauseigene Meeresforschungsgruppe hätte schon vor Monaten Plastikteile in der Schlei nachgewiesen. Wie haben die Wasserschutzbehörde des Kreises Schleswig-Flensburg oder die Stadtwerke auf diese Meldungen reagiert?

    Das Landwirtschaftsministerium sagte noch vor drei Jahren, der Regierung seien in Schleswig-Holstein keine Kontaminationsfälle mit Plastik in Gewässern bekannt. Inwieweit hat die Regierung zwischen 2015 und 2018 Vorsorgemaßnahmen ergriffen? Das grün geführte Umweltministerium hat das Kind offensichtlich erst in den Brunnen fallen lassen, bevor jetzt Maßnahmen eingeleitet wurden – warum ist es so lange untätig geblieben?

    Bereits im November letzten Jahres forderte die AfD-Fraktion in der Plenardebatte ein europaweites Verbot von mikroplastikhaltigen Produkten. Im Sinne eines vorsorgenden Umweltschutzes unterstützt die AfD-Fraktion auch diesen Antrag mit dem Ziel einer konsequenten Trennung von Kunststoffen und Lebensmittelabfällen.“

     

    Weitere Informationen:

    • Jamaila-Antrag „Kunststoffe und Lebensmittelabfälle trennen“ im Original (DS 19/740):

    http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl19/drucks/00700/drucksache-19-00740.pdf

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