Volker Schnurrbusch: „Problemwölfe müssen gejagt werden“

    Volker Schnurrbusch

    Volker Schnurrbusch, agrar- und umweltpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, fordert nach den erneuten Wolfsrissen bei Großenrade und Süderhastedt im Kreis Dithmarschen: Der Problemwolf ist überfällig:

    „Wie lange sollen Weidetierhalter noch Sorge um ihren Bestand haben, bis der eindeutig identifizierte Wolf erlegt wird, der jetzt in Dithmarschen zugeschlagen hat? Der Wolf ist ein Raubtier, das leichte Beute sucht. Natürliche Feinde hat er in Schleswig-Holstein nicht, deswegen müssen wir ihn durch die Jagd selbst unschädlich machen.

    Anscheinend wollen das die grünen Romantiker wie Robert Habeck aber nicht wahrhaben. Sie haben Mitleid mit dem Wolf, aber nur wenig Verständnis für die Opfer des Räubers. Der Vergleich mit bedrohten Arten wie dem Tiger hinkt gewaltig. Weltweit gibt es nur noch rund 3.000 Tiger, dafür allein in Europa rund 18.000 Wölfe – und es werden kontinuierlich mehr. In Deutschland rechnen Fachleute mit einem Bestand von mindestens 1.000 erwachsenen Tieren, die sich jedes Jahr mit einer Rate von 30 Prozent vermehren. Die fachgerechte Entnahme gefährdet daher in keiner Weise den Wolfsbestand.

    Wir brauchen endlich eine realistische Sicht auf die Bedrohung durch die Wölfe. Innerhalb einer Woche hat der Schäfer Torsten Bährs im Kreis Dithmarschen 16 Schafe durch Wolfsrisse verloren. Brisant: Die Schafe weideten in der unmittelbaren Nähe eines Wohngebietes. Kein Wunder, dass sich auf der Grünen Woche aufgebrachte Weidetierhalter an Mitglieder des Umwelt- und Agrarausschusses wandten und endlich ein Ende dieses Spuks forderten. Der grüne Umweltminister Albrecht muss endlich handeln und den Abschuss des Problemwolfs auf den Weg bringen. Jüngste Fälle in Niedersachsen und Brandenburg, wo Wölfe ein Pony bzw. Jagdhunde angriffen, zeigen, dass die Räuber längst ihre natürliche Scheu verloren haben. Jeder Aufschub einer Bejagung nimmt weitere Opfer in Kauf.“

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