Volker Schnurrbusch: „Plastikrecycling erhöhen, Müllexporte besser kontrollieren“

    Volker Schnurrbusch

    Der Landtag hat heute über ein Export-Verbot von Plastikabfällen debattiert. Volker Schnurrbusch, umweltpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, erklärt dazu:

    „Die AfD-Fraktion begrüßt die Unterstützung für den Aufbau effektiver Recyclingsysteme in den Ländern Afrikas und Asiens durch die Bundesregierung. Mit der Bereitstellung von 50 Millionen Euro für Abfallsammel- und Recyclingtechnologie ermöglicht Deutschland einigen Ländern, der eigenen Plastikflut Herr zu werden. Die Hauptquelle des Plastikmülls in den großen Weltmeeren sind die großen Flusssysteme Asiens und Afrikas. Dort gilt es anzusetzen.

    Für das Plastikaufkommen in Deutschland gilt es, die eigenen Recyclingquoten zu erhöhen. Plastik ist ein vielseitiger Stoff, der bereits heute zu 85 Prozent in Deutschland verwertet werden kann. Nur ein kleiner Teil des deutschen Plastikabfalls wird exportiert und wenn, dann zum größten Teil in europäische Länder. Daher ist ein pauschales Exportverbot nicht sinnvoll.

    Was derzeit bei uns nicht recycelt werden kann, dient Müllverbrennungsanlagen zur Energiegewinnung. Denn Plastik ist Wertstoff und Energieträger zugleich. Dass Plastik Potentiale hat, als Rezyklat in neue Produkte einzufließen, verdeutlicht die besondere Qualität dieses allgegenwärtigen Materials. Verbesserungsbedarf sieht die AfD bei der Erhöhung des Rezyklatanteils von Leichtverpackungen. Hier ist der Lebensmitteleinzelhandel gefordert.“

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