Volker Schnurrbusch: „Lebensrisiko der Wildvögel endlich reduzieren“

    Volker Schnurrbusch

    Zur verpassten Chance für den Rückbau alter Drahtzäune in Schleswig-Holstein erklärt Volker Schnurrbusch, umwelt- und agrarpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion:

    „Jährlich zum Frühlingsbeginn machen Tierschützer und Tierschutzbeauftragte auf das Problem aufmerksam: Nicht abgebaute Drahtzäune bedrohen insbesondere tieffliegende Wildvögel wie den Uhu oder die bedrohte Kornweihe. Die Vögel können die Gefahr nicht rechtzeitig erkennen und verfangen sich im Stacheldraht. Einige können in Wildtierauffangstationen mühevoll gerettet werden, viele sterben jedoch qualvoll.

    Leider hat es die Landesregierung bisher nicht einmal geschafft, Daten zu sammeln. Glaubt man dem grünen Umweltminister Albrecht, gehört es schlicht zum Lebensrisiko der Wildvögel, im Stacheldraht zu landen. So lapidar äußerte er sich in der letzten Sitzung des Umwelt- und Agrarausschusses, in der die AfD-Fraktion das Thema auf die Tagesordnung gesetzt hatte. In Niedersachsen hat man schon vor mehr als zehn Jahren gehandelt und etwa im Nationalpark Wattenmeer Stacheldrahtzäune durch Glattdrahtzäune ersetzt.  Die Kosten wurden aus Mitteln des Naturschutzes getragen. Bei uns in Schleswig-Holstein ist es leider bei wirkungslosen Informationsbroschüren geblieben.

    Wenigstens auf landeseigenen Flächen einschließlich Stiftungsliegenschaften sind Stacheldrahtzäune und Zaunreste sofort zu entfernen. Für die AfD hat der Tierschutz hohen Stellenwert. Tiere sind fühlende Wesen und dürfen keinem vermeidbaren Lebensrisiko ausgesetzt sein.

    Die AfD hat das Problem erkannt und Lösungsvorschläge ausgearbeitet. In unserem Antrag zur aktuellen Landtagssitzung haben wir entsprechende Vorschläge gemacht. Von allen anderen Fraktionen wurde unser Antrag in üblicher Blockadehaltung ohne Aussprache abgelehnt.“

    Weitere Informationen:

    • Antrag der AfD-Fraktion „Wildtiere schützen -Stacheldrahtzäune abbauen“ (Drucksache 19/1361) vom 19. März 2019:

    http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl19/drucks/01300/drucksache-19-01361.pdf

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