Volker Schnurrbusch: „Jamaika ignoriert bei der Elektromobilität weiter die technischen und ökonomischen Realitäten“

    Volker Schnurrbusch

    Volker SchnurrbuschVolker Schnurrbusch, Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Kieler Landtag, erklärt zu den Jamaika-Forderungen nach mehr Elektromobilität:

    „Die von Jamaika bereits im Koalitionsvertrag beschworene Modellregion Elektromobilität wird in Schleswig-Holstein auch in Zukunft eine Fiktion bleiben. Denn die Akzeptanz, die Elektromobilität beim Verbraucher genießt, ist minimal – und das wird sich absehbar auch mehr ändern. Ein hoher Anschaffungspreis, eine geringe Reichweite und ein rudimentäres Elektrotankstellen-Netz sind die Hauptursachen dafür, warum das Elektroauto für die Masse der Konsumenten ein Ladenhüter ist und bleibt.

    Besonders deutlich zeigt sich dies an dem bereits 2009 von der Bundesregierung beschlossenen Ziel, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf die Straße bringen: bis heute erreichte die Zahl der Neuzulassungen von Elektroautos gerade mal die Marke 25.000 – und das trotz enormer Fördersummen.

    Die Betonung des Wasserstoffes als mögliche Zukunftstechnologie in der heutigen Debatte zeigt, dass der Irrweg Li-Ionen-Batterie allmählich als solcher erkannt wird. Nur offen zugeben möchten dies bislang noch keiner: weder innerhalb der Jamaika-Koalition noch bei der SPD.

    Die AfD ist offenbar die einzige Fraktion, die bereit ist, zu akzeptieren, dass der Bürger bislang sämtliche staatliche Förderversuche für E-Mobilität ausgeschlagen hat. Und sie ist die einzige, die bereit ist, angesichts der technischen und ökonomischen Realitäten im Bereich E-Mobilität vor einer Fortsetzung dieses Irrweges mit Nachdruck zu warnen.“ 

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