Volker Schnurrbusch: „Elektroautos müssen für die Feuerwehr wie Gefahrgut gekennzeichnet werden“

    Die Batterien von Elektrofahrzeugen weisen im Brandfall über lange Zeit eine starke Hitzeentwicklung auf. Deshalb müssen brennende E-Autos in ein Wasserbad getaucht werden, bis die Batterie ausgeglüht ist. Die Feuerwehren im Kreis Segeberg rüsten sich für solche Fälle jetzt mit Containern aus, die am Einsatzort mit Wasser befüllt werden. Volker Schnurrbusch, verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Laut Feuerwehr müssen E-Autos wegen hochgiftiger und aggressiver Stoffe, die deren Batterien im Brandfall freisetzen, wie Gefahrgut behandelt werden. Auch weil laut Experten etwa 12.000 Liter Löschwasser benötigt werden, ein Vielfaches dessen, was ein Löschfahrzeug mitführen kann, erweist sich bereits der Umgang mit batteriebetriebenen PKWs als schwierig und ist risikobehaftet. Dies gilt um so mehr, wenn diese Brände an schwer zugänglichen Orten wie in Tiefgaragen ausbrechen.

    Auf die Frage, wie die Feuerwehr einen brennenden E-Lastwagen löschen sollte, dessen Batterie allein um die 3,5 Tonnen wiegen kann, wissen Experten bislang keine Antwort.

    Die von uns bereits im Mai beantragte verpflichtende Kennzeichnung für alle Fahrzeuge mit alternativen Antrieben duldet keinen weiteren Aufschub. Bis die Hersteller mit dem TÜV und den Feuerwehren ein einwandfreies Brandschutzkonzept für E-LKWs vorlegen und die Feuerwehren dafür bundesweit hinreichend ausgerüstet und geschult sind, fordert die AfD-Fraktion darüber hinaus, E-Lastwagen keine Zulassung zu erteilen.“

    Weitere Informationen:

    • Hamburger Abendblatt „Feuerwehr kann E-Autos nur schwer löschen“ vom 12. Juli 2019:

    https://www.abendblatt.de/region/norderstedt/article226458921/Feuerwehr-kann-Elektroautos-nur-schwer-loeschen.html

    • AfD-Antrag „Kennzeichnungspflicht für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben einführen“ (Drucksache 19/1503) vom 29. Mai 2019:

    http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl19/drucks/01500/drucksache-19-01503.pdf

    Seite drucken