Volker Schnurrbusch: „Elektro-Autos sind für unsere Feuerwehren ein brennendes Problem“

    Volker Schnurrbusch

    Elektro-Autos, deren Lithium-Ionen-Hochleistungsbatterie in Flammen steht, sind nur schwer zu löschen. Für einen brennenden Akku des Modells „Tesla S“ sind nach Angabe des Herstellers zirka 11.000 Liter Wasser notwendig. Hiesige Löschfahrzeuge verfügen in der Regel nur über einen Löschwasser-Tank mit 1.500 bis 2.000 Litern. Volker Schnurrbusch, verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Der Fall eines brennenden PKWs mit Hybrid-Antrieb, der vergangene Woche von der Feuerwehr Kaltenkirchen auf der A7 gelöscht werden musste, hat das Problem erneut überdeutlich gemacht: brennende Lithium-Ionen-Akkus in Elektro-Fahrzeugen sind für die Feuerwehr ein riesiges Problem. Über vier Stunden haben 25 Einsatzkräfte dafür gebraucht, das Fahrzeug zu löschen. Am Ende mussten sie das Auto in einem mit Wasser gefluteten Container versenken.

    Wenn dieser Aufwand bereits für einen Hybrid-PKW betrieben werden muss, lässt sich erahnen, was es bedeutet, wenn ein oder gleich mehrere LKW mit Elektroantrieb in Flammen stehen. Wir fordern deshalb die Landesregierung auf, alles zu tun, was erforderlich ist, damit die Feuerwehren in Schleswig-Holstein für die neuen Herausforderungen, die von brennenden E-Autos ausgehen, angemessen gerüstet sind.

    Dem Vorschlag der Feuerwehr Kaltenkirchen, E-Autos wie Gefahrgut zu behandeln und als solche auch zu kennzeichnen, schließen wir uns ausdrücklich an. Doch damit nicht genug: Die hiesigen Feuerwehren müssen auch technisch in die Lage versetzt werden, die neuen Herausforderungen zu meistern, die mit dem Löschen brennender E-Autos verbunden sind.“

    Weitere Informationen:

    • „Lübecker Nachrichten“-Artikel „Elektro-Autos bringen neue Herausforderungen für die Feuerwehr“ vom 13. Mai 2019:

    https://www.ln-online.de/Nachrichten/Norddeutschland/Elektro-Autos-stellen-Feuerwehr-vor-neue-Herausforderungen

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