Volker Schnurrbusch: „Dürrehilfe hilft nur wenigen – Schleswig-Holstein hinkt hinterher“

    Das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium hat das Verfahren für die Dürrehilfe abgeschlossen. Doch sehr viele Landwirte, 42 Prozent der Antragsteller, gehen leer aus. Volker Schnurrbusch, agrarpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Die Auszahlung der versprochenen Dürrehilfen durch das grüne Umweltministerium entwickelt sich zum nächsten Notfall für unsere Landwirte. 1.031 Betriebe haben eine Dürrehilfe beantragt, doch 436 Betriebe gehen dabei leer aus. Das entspricht einer Ablehnungsquote von 42 Prozent. In Niedersachsen wurden nur rund 25 Prozent der Anträge abgelehnt, andere Bundesländer haben deutlich schneller gearbeitet und die Dürrehilfen bereits ausgezahlt. Schleswig-Holstein hinkt hinterher und hält die Geldbörsen zu.

    Die Zahl von rund 1.000 Antragstellern ist angesichts der teilweise verheerenden Dürre eine sehr geringe Zahl an Antragstellern. Offensichtlich wurden schon viele Landwirte durch das komplizierte Antragsverfahren abgeschreckt.

    Versprochen hatte der grüne Landwirtschaftsminister eine schnelle, unbürokratische Hilfe. Herausgekommen ist ein kompliziertes Antragsverfahren mit hohen Hürden. So will man etwa Anträge nur dann anerkennen, wenn eine vollständige Verwiegung der Gesamternte nachgewiesen wird. Das ist aber insbesondere bei Futtermitteln wie Gras oder Mais völlig praxisfern.

    Landwirte müssen immer mit Wetterkapriolen umgehen, aber gerade bei so extremen Dürren muss unseren Bauern unkompliziert geholfen werden können. Es bleibt der bittere Nachgeschmack, dass das grün geführte Ministerium in Schleswig-Holstein wenig kulant war und die Landwirte dadurch ohne jede Entschädigung auf ihren Verlusten sitzen geblieben sind.“

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