Volker Schnurrbusch: „Der Wolf wird kommen – Schafhalter stehen vor dem Aus“

    Auf Antrag der AfD-Fraktion berichteten Udo Engel und Edda Riedel vom Beratungsring für Schafhalter im Umwelt- und Agrarausschuss über die wirtschaftliche Situation ihrer Berufskollegen. Volker Schnurrbusch, agrarpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, kommentiert:

    „Die Schafhalter in Schleswig-Holstein stehen vor dem Aus. Ihre schwierige wirtschaftliche Situation wird durch die Willkommenskultur für den Wolf, wie sie in Schleswig-Holstein gewollt ist, dramatisch verschärft. Die komplette Einzäunung von Weiden, wie sie das grün geführte Ministerium vorsieht, ist völlig unpraktikabel. Zum einen hat sich das bereitgestellte Material als wenig stabil erwiesen, zum anderen ist der zusätzliche Arbeitsaufwand von den kleinen und mittleren Betrieben nicht zu leisten. Außerdem hat die Erfahrung gezeigt, dass Wölfe keine Schwierigkeiten haben, Zäune zu überwinden. Schleswig-Holstein als waldarmes Land mit langer Küstenlinie muss sich vor einer Ausbreitung des Wolfes schützen, da Schafherden einen wichtigen Beitrag zum Küstenschutz leisten. Noch gibt es 1.100 Schäfer in Schleswig-Holstein, davon 100 hauptberuflich. Ihre Betriebsergebnisse leiden unter Importen von Lämmern aus Großbritannien, Fraßschäden durch Nonnengänse und Wölfe, die ihre natürliche Scheu verloren haben. Gerade auf den Deichen ist ein Schutz durch Zäune unpraktikabel. Wenn Udo Engel resigniert feststellt: ‚Kommt der Wolf, gehen die Schafe!‘, ist das ein deutliches Warnsignal Richtung Minister Albrecht. Er muss sich entscheiden: Ist der Mensch Teil der Natur oder soll er sich ihr unterordnen?“

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