Volker Schnurrbusch: „Der NABU hat als Tierhalter versagt – das darf sich nicht wiederholen“

    In seiner 41. Sitzung diskutierte der Umwelt- und Agrarausschusses heute die Vorkommnisse um die verwahrlosten Konik-Pferde im Meldorfer Speicherkoog, die im Besitz des NABU waren. Volker Schnurrbusch, agrar- und umweltpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Der NABU hat im Speicherkoog als Tierhalter auf ganzer Linie versagt. Als Eigentümer der Konik-Pferde ist er verantwortlich für das Wohlergehen der Tiere und muss somit die Konsequenzen für den Tod von 15 Pferden tragen.

    Der Hungertod der Pferde war kein einmaliger Fehler, sondern ein weiterer Beleg für das systematische Versagen des NABU als Tierhalter. Daher hatten wir in der letzten Landtagssitzung die Überprüfung der Finanzierung durch Landesmittel gefordert. Angesichts der gravierenden Missstände fordere ich die Landesregierung auf, zukünftig keine weiteren Projekte mit dem NABU als Tierhalter zu fördern und das zuständige Finanzamt die Gemeinnützigkeit überprüfen und gegebenenfalls entziehen zu lassen.

    In der Sitzung des Ausschusses wurde offensichtlich, dass die zuständigen Stellen monatelang aneinander vorbeigeredet haben. NABU und LLUR schieben sich auch heute noch die Verantwortung dafür zu, dass es nicht zum Einsatz einer Fanganlage kam, um die stark angewachsene Herde zu verkleinern. Hier besteht immer noch erheblicher Aufklärungsbedarf – auch im Umweltministerium, das sich im Ausschuss nicht an der Aufklärung des Skandals beteiligte. Der im Winter aufgetretene Futtermangel ist auch eine Folge verfehlter Planung der Naturschützer. Denn im Speicherkoog will der NABU nicht nur mit Wildpferden eine halboffene Weidelandschaft kultivieren, sondern gleichzeitig auch ein EU-Projekt für Wiesenvögel umsetzen. Dadurch wurde das Nahrungsangebot für die Koniks jedoch reduziert – ein Zustand, der durch die durchziehenden Gänse noch weiter verschärft wurde. Hier trafen viele Versäumnisse zusammen, die jedoch bei den Verantwortlichen auf taube Ohren stießen. Insgesamt ein Tiefschlag für den Tier- und Naturschutz in Schleswig-Holstein.“

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