Volker Schnurrbusch: „Der achtsame Umgang mit Lebensmitteln muss Aufgabe für alle werden“

    Der Landtag debattiert heute über Anträge der SPD sowie von Jamaika zum Thema Verschwendung von Lebensmitteln. Volker Schnurrbusch, agrarpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Für Verluste von Lebensmitteln sind hauptsächlich Gastronomie und Privathaushalte verantwortlich. Der Handel verursacht gerade einmal fünf Prozent der Verluste.

    Die Forderung der SPD, den Handel zum Spenden verzehrfähiger Lebensmittel zu verpflichten, geht daher am eigentlichen Problem vorbei. Die SPD unternimmt mit diesem Antrag allein einen erneuten Versuch, die Entnahme von Lebensmitteln aus dem Abfall des Handels – das sogenannte ‚Containern‘ – zu legalisieren.

    Tatsächlich gelangen beachtliche Mengen geernteten Gemüses gar nicht erst in den Handel, sondern werden direkt auf dem Feld untergepflügt, weil die Ware den hohen Ansprüchen der Verbraucher vermeintlich nicht gerecht würde. Rund eine Million Tonnen Lebensmittel werden in Schleswig-Holstein auf diese Weise pro Jahr vernichtet.  Am Beispiel des Weizens heißt das, dass die Ernte von etwa 50.000 ha bewirtschafteter Fläche ungenutzt bleibt.

    Während Hygienerichtlinien die Gastronomie dazu verpflichten, verzehrfähige Lebens-mittel zu entsorgen, wirft jeder Bürger statistisch rund 85 kg Nahrungsmittel jährlich in den Müll – das entspricht einem Wert von etwa 235 Euro. Hier sind wir alle gefragt, unsere Ansprüche nicht ins Uferlose zu steigern. Stattdessen sind wir aufgerufen, mit Lebensmitteln achtsam umzugehen, während anderswo Hunger herrscht.“

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