Volker Schnurrbusch: „Das Trinkwasser in Neumünster ist sauber“

    Volker Schnurrbusch, umwelt- und agrarpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, kommentiert die Berichterstattung über die Trinkwasserqualität in Neumünster:

    „Mit der Überschrift ‚Nitrat im Trinkwasser verzehnfacht‘ sitzt der Holsteinische Courier entweder einem Missverständnis auf oder betreibt bewusst Panikmache. Obwohl aus dem Text hervorgeht, dass es sich bei den gemessenen Nitratwerten um die Konzentration in oberflächennahen Grundwassermessstellen handelt, suggeriert die reißerische Überschrift eine Gefährdung des Grundnahrungsmittels Trinkwasser in Neumünster.

    Diese unverantwortliche Verdrehung von Tatsachen ist ein weiteres Beispiel dafür, dass sich die veröffentlichte Meinung immer weiter von wissenschaftlichen Fakten entfernt und stattdessen Hysterie schürt, wenn es um den Zustand der Umwelt geht. Wir erleben dies fast täglich seitens vieler Umweltverbände, einiger Parteien und leider auch von Medienvertretern, die sich nicht die Mühe machen, zwischen Wahrheit und Meinungsmache zu unterscheiden.

    Gerade bei der Aufklärung über mögliche Gefahren fällt den Medien eine besondere Rolle zu, die zur Sachlichkeit verpflichtet. Dazu muss es gehören, die Transportwege von versickertem oberflächennahem Wasser bis hin zu den Förderbrunnen eines Wasserwerkes, durch aufwendige Filteranlagen und letztendlich in die Trinkwasserleitungen für den Leser verständlich aufzubereiten.

    Stattdessen wird der durch die falsche Überschrift beunruhigte Bürger einmal mehr dazu verleitet, pauschal die Landwirte für ‚gesundheitsgefährdendes Trinkwasser‘ verantwortlich zu machen.

    Dabei stellt der Pressesprecher der Stadtwerke Neumünster klar, dass die Nitratkonzentration im städtischen Trinkwasser sogar unterhalb der Nachweisgrenze liegt. Das wäre eine Konzentration, die auch mit den besten Analysegeräten überhaupt nachweisbar ist. Mit 0,02 ppm für Nitrat liegt diese so niedrig, dass sie 2,5-millionenfach steigen dürfte, um den Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter (50.000 ppm) zu knacken. Panik ist also unangebracht, denn unser Trinkwasser ist auch in Neumünster sauber.“

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