Jörg Nobis: „Die Bundeswehr ist in einem desolaten Zustand, weil es die Mehrheit im Bundestag nicht anders will“

    Rüdiger Lucassen, verteidigungspolitischer Sprecher der AfD im Deutschen Bundestag und Oberst a.D., hat in seinem heutigen Vortrag aufgezeigt, dass es in Deutschland schlicht am politischen Willen fehlt, die Bundes-wehr in einen wehr- und einsatzfähigen Zustand zu versetzen.  Jörg Nobis, Vorsitz-ender der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Dass die Bundeswehr personell und materiell an ihrer Belastungsgrenze angekommen ist, liegt nicht daran, dass sie in immer mehr Auslandseinsätze geschickt wird. Es liegt daran, dass die Politik in Deutschland seit mindestens zwei Jahrzehnten unsere Streitkräfte sträflich vernachlässigt hat, obwohl die Folgen absehbar waren. Die Erkenntnis des heutigen Abends lautet damit: der Zustand unserer Streitkräfte ist deshalb so desolat, weil es im deutschen Bundestag mehrheitlich nicht anders gewollt war und ist.

    Rüdiger Lucassen hat die meisten Besucher des heutigen Abends mit dieser Analyse sichtlich bewegt – und viele Fragen ausgelöst. Insbesondere die, wie Deutschland wieder zu einer einsatzbereiten Bundeswehr gelangen kann und welche Herausforderungen es dazu zu meistern gilt.  In der lebhaften Diskussion darüber wurde schnell deutlich: es muss erst ein gesellschaftliches Umdenken über den Sinn und Zweck der eigenen Streitkräfte geben, bevor sich im Bundestag die erforderlichen politischen Mehrheiten dafür finden, die Bundeswehr wieder so auszustatten, dass sie zur Landes- und Bündnis-verteidigung tatsächlich in der Lage ist.

    Weil die Fähigkeit zur eigenen Landes- und zur Bündnisverteidigung für die Souveränität eines Landes unverzichtbar ist, treten wir als AfD-Fraktion dafür ein, dass es zu einem solchen gesellschaftlichen Umdenken kommt. Die heutige Diskussionsveranstaltung mit Rüdiger Lucassen einen wertvollen Beitrag dazu geleistet.“

    Anlage: Bilder der Veranstaltung

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