Dr. Frank Brodehl: „Wer Schulleiter mit Aufgaben überfrachtet und schlecht bezahlt, darf sich über Nachwuchsmangel nicht wundern“

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    Kiel 572.quadratisch.nahIn Schleswig-Holstein bleiben immer mehr Schulleitungsstellen unbesetzt. Um dies zu ändern, will das Bildungsministerium die Gehälter von Schulleitern und deren Stellvertretern erhöhen. Dr. Frank Brodehl, bildungs-politischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Die Besoldungserhöhung ist genau genommen lediglich eine Besoldungsanpassung. Sie ist alleine schon deshalb unumgehbar, weil sich Pädagogen ansonsten noch stärker als bisher in anderen Bundesländern als Schulleitung bewerben würden; in Hamburg etwa verdient ein Grundschulleiter bis zu 1.000 Euro mehr im Monat. Was die Landesregierung schuldig bleibt, sind konkrete Vorschläge dafür, wie sie darüber hinaus dafür sorgen will, dass Schulleitungsstellen in Zukunft wieder schnell und vor allem mit kompetenten Pädagogen besetzt werden können.

    Dabei ist offensichtlich, wo umgehend nachgebessert werden muss. Denn seit Jahren werden Schulleitern ständig mehr Aufgaben aufgebürdet, die über die eigentliche Leitungs- und Lehrtätigkeit hinausgehen: Digitalisierung, Inklusion, Integration von Migranten, Konfliktmanagement, Gewaltprävention, Ganztagsbetreuung. Angesichts einer immer heterogener werdenden Schülerschaft sind diese Aufgaben für immer mehr Kollegen nicht mehr zu bewältigen.

    Deshalb fordern wir, dass Schulleitungen von reiner Verwaltungstätigkeit so weit wie möglich entlastet werden. Darüber hinaus gilt es, den eingeschlagenen Irrweg der Inklusion zu verlassen und zu einem gegliederten Schulsystem zurückzukehren, das sich über Jahrzehnte bewährt hat und von vielen Ländern weltweit zum Vorbild genommen wurde. Denn nur so werden Schulleiter und Lehrer entlastet und Schüler ihren individuellen Leistungen und Bedürfnissen entsprechend gefördert.“

     

    Weitere Informationen:

    • „Lübecker Nachrichten“-Artikel „Bildungsministerium in Not: Kaum einer will noch Schulleiter werden“ vom 15.06.2018:

    http://www.ln-online.de/Nachrichten/Norddeutschland/Kieler-Bildungsministerium-in-Not-Kaum-einer-will-noch-Schulleiter-werden

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