Dr. Frank Brodehl: „Probleme an der Wurzel packen – Belastungen zurückfahren und Lehrer spürbar entlasten“

    Im Petitionsausschuss des Landtags wurde am 13.8.2019 über die immer höhere Arbeitsbelastung von Lehrkräften an unseren Schulen gesprochen. Die Landesvorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW Astrid Henke forderte hierbei, die Pflichtstundenzahl für Lehrer generell zu senken. Der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Dr. Frank Brodehl, erklärt dazu:

    „Die Arbeitszeitbelastung hat in den letzten Jahren in der Tat erheblich zugenommen – und zwar an allen Schulformen. Für das Kerngeschäft, den Unterricht und dessen Vorbereitung, verbleibt immer weniger Zeit und das, obwohl die wöchentliche Arbeitszeit der meisten Lehrer bereits heute 50 Stunden beträgt.

    Schuleingangsuntersuchungen belegen, dass 25 Prozent der Kinder zum Einschulungszeitpunkt nicht schulreif sind. Sprachprobleme, emotionale und soziale Förderbedarfe nehmen zu. Die Schließung von Förderschulen, die Abschaffung von Vorschulen und das Verbot, an Gemeinschaftsschulen abschlussbezogen nach Haupt- oder Realschule zu unterrichten, sind natürlich nicht ohne Folgen geblieben. Dass der Unterricht in der Konsequenz auf drei, vier oder gar fünf Niveaustufen differenziert erteilt werden muss, kann Lehrer auf Dauer nur an die Grenze zur Überbelastung bringen.

    Die Forderung der GEW nach einer pauschalen Stundenreduzierung hilft den Lehrern kaum, da sie die Probleme nicht an ihrer Wurzel packt, sondern nur die Symptome angeht.

    Der Schlüssel zu einer wirklichen Entlastung liegt vor allem in der Bildung kleinerer Lerngruppen. Überall da, wo Schüler mit erhöhtem sonderpädagogischen Förderbedarf integrativ beschult werden, muss es zudem eine konsequente Doppelbesetzung mit Regel- und Sonderschullehrkraft geben.“

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