Dr. Frank Brodehl: „Jamaika darf die kleinen Stellvertretungsorganisationen nicht länger vernachlässigen“

    Dr. Frank Brodehl

    Die AfD-Fraktion fordert, dass die Selbstvertretungsorganisationen von Menschen mit Behinderung besser gefördert werden. Hierzu soll ein Fonds eingerichtet werden, der insbesondere kleinen unabhängigen Initiativen Planungssicherheit ermöglicht. Dr. Frank Brodehl, Sprecher der AfD-Fraktion für Menschen mit Behinderung, erklärt dazu:

    „Kleine unabhängige Organisationen, die Beratungsleistungen und vielfältige Hilfen für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörigen anbieten, dürfen von der Jamaika-Koalition nicht länger vernachlässigt werden. Gerade die niedrigschwelligen Beratungsangebote dieser Vereine sind besonders wertvoll, da die Arbeit überwiegend von Menschen mit Behinderung für Menschen mit Behinderung angeboten wird. Das gegenseitige Vertrauen und Verständnis ist bei dieser Art von Beratung auf beiden Seiten besonders groß.

    Die Jamaika-Koalition hat diese kleinen Vereine bislang mehr als stiefmütterlich behandelt und stellt nur unzureichende finanzielle Mittel über das ‚Programm zur Förderung allgemeiner sozialer Maßnahmen wohlfahrtsverbandsunabhängiger Träger‘ zur Verfügung. Dagegen werden die großen Wohlfahrtsverbände durch den neu abgeschlossenen Sozialvertrag reichhaltig bedacht. Dieser Missstand muss beseitigt werden.

    Dass CDU, GRÜNE und FDP heute einen Alternativantrag eingebracht haben, zeigt, dass die Wichtigkeit der Arbeit der wohlfahrtsverbandsunabhängigen Organisationen nun offenbar auch dort anerkannt wird. Wenn es Jamaika damit wirklich ernst meint, dann werden sie sich Ausschussberatungen über die Einrichtungen des von uns vorge-schlagenen Fonds nicht entziehen. Mehr Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung sollte es auch ihnen in jedem Fall am Ende mehr wert sein als bislang.“

    Weitere Informationen:

    • AfD-Antrag „Unabhangige Selbstvertretungsorganisationen von Menschen mit Behinderung finanziell unterstutzen“ vom 4. Februar 2019:

    http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl19/drucks/01100/drucksache-19-01153.pdf

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