Dr. Frank Brodehl: „Die SPD, die über Jahre Schulnoten systematisch bekämpft hat, ist als Antragsteller unglaubwürdig“

    Dr. Frank Brodehl

    SPD und SSW fordern, dass es den Schulen in Schleswig-Holstein freigestellt wird, auch für Schüler mit Förderbedarf Notenzeugnisse zu erteilen, die durch entsprechende Berichte ergänzt werden sollen. Einen darauf gerichteten Antrag haben die beiden Fraktionen jetzt für das Februar-Plenum eingebracht. Dr. Frank Brodehl, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Der Antrag von SPD und SSW geht grundsätzlich in die richtige Richtung, denn Noten spiegeln die Leistungen von Schülern fair, transparent und eindeutig wider. Genau deshalb fordert die AfD seit jeher, dass alle Schüler davon profitieren sollen, auch jene mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

    Dass jetzt ausgerechnet die SPD Schulnoten fordert, ist bestenfalls unglaubwürdig. Denn gerade die SPD hat das Bewertungssystem mit Schulnoten von 1 bis 6 über Jahre systematisch bekämpft – als vermeintlich überkommen, gestrig und diskriminierend. Die SPD-geführte Küstenkoalition wollte etwa im Fall ihrer Wiederwahl die Schulnoten an Grundschulen auch für die 3. und 4. Klasse komplett abschaffen.

    Dass die SPD jetzt einen Paradigmenwechsel beim Thema Schulnoten vollziehen möchte, ist also nicht zu erwarten. Ihr geht es lediglich um einen Show-Antrag, mit dem sie sich einmal mehr als Streiterin gegen Ausgrenzung und Stigmatisierung inszenieren möchte – dieses Mal halt zugunsten von Schülern mit Förderbedarf.

    Der Niedergang der SPD, die laut aktueller Forsa-Umfrage bundesweit bei 15 Prozent liegt, wird durch unglaubwürdige Manöver wie dieses nicht aufzuhalten sein – gut so.“

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