Dr. Frank Brodehl: „Die Gymnasien bleiben auf der Strecke“

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    Kiel 358 3Dr. Frank Brodehl, familien- und bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Kieler Landtag, erklärt zu dem von Ministerpräsident Günther und Finanzministerin Heinold gestern vorgestellten Haushaltsentwurf 2018 und der darin angekündigten „Bildungsoffensive“: Der Haushaltsentwurf 2018 zeigt, dass die Jamaika-Koalition die ideologisch bedingte Benachteiligung von Gymnasien, die von der Küstenkoalition unter Ministerpräsident Albig begonnen wurde, offenbar fortsetzt. Während die als Bildungsoffensive angekündigte Neueinstellung von 395 Lehrern explizit Berufsschulen, Grundschulen und den DaZ-Unterricht betrifft, bleiben die Gymnasien im vorgestellten Haushaltsentwurf gänzlich unerwähnt.

    Das ist umso alarmierender als gerade die Gymnasien einen wachsenden Bedarf an qualifizierten Lehrern haben. Der Philologenverband teilt dazu mit, dass die Anzahl der Lehrkräfte an den Gymnasien vom Schuljahr 2014/15 zum Schuljahr 2016/17 um knapp 400 Stellen gesunken ist – während gleichzeitig der Vertretungsbedarf von 7,8 auf 9,4 Prozent gestiegen ist.

    Dass der Haushaltsentwurf die sich zusehends verschlechternde Lage an den Gymnasien unberücksichtigt lässt, ist nicht akzeptabel. Denn der Philologenverband konstatiert schon jetzt, dass das „gesetzlich verordnete gemeinsame Lernen in Gestalt des zieldivergenten Unterrichts Schüler wie Lehrer dauerhaft überfordert und mit einem nicht mehr zu verheimlichenden Kompetenzverlust in elementaren Bildungsbereichen“ einhergehe.

    Die AfD-Fraktion fordert Bildungsministerin Karin Prien deshalb auf, dafür zu sorgen, dass die Gymnasien von den geplanten Neueinstellungen ebenfalls adäquat partizipieren.

     

    Quelle: http://www.ltsh.de/presseticker/2017-11/22/18-11-10-1a71/PI-WhWvrhpx-afd.pdf

     

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