Dr. Frank Brodehl: „Bildungsministerin Prien darf beim Schulschwänzen nicht mit zweierlei Maß messen“

    Bildungsministerin Karin Prien will ab August landesweit ein Konzept gegen „Schulabsentismus“ umsetzen. Danach soll zunächst einheitlich erfasst werden, wer wie häufig dem Unterricht fernbleibt. Dr. Frank Brodehl, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Wer Unterricht schwänzt, gefährdet den eigenen Schulerfolg. Insofern ist sinnvoll und notwendig, dass Ministerin Prien das Schulschwänzen in Schleswig-Holstein bekämpfen will. Um hierbei jedoch glaubwürdig zu sein, muss sie bei der Ahndung des Schulschwänzens konsequent sein und darf nicht mit zweierlei Maß messen.

    Das bedeutet: Wenn sich Schüler ihrer Schulpflicht entziehen und dem Unterricht unentschuldigt fernbleiben, muss dies unabhängig davon sanktioniert werden, ob sie in die Eisdiele gegangen sind, zum Schwimmen oder auf eine Demo.

    Dass Ministerin Prien hier mit der notwendigen Stringenz und Konsequenz vorgeht, muss leider bezweifelt werden, nachdem sie am 14. Dezember 2018 Schüler, die sich innerhalb der Schulzeit vor dem Landeshaus zu einer Demo versammelt hatten, begrüßt und sie für ihr zivilgesellschaftliches Engagement gelobt hat. Denn so hat sie das Signal ausgesendet, dass Schulschwänzen in Ordnung ist, wenn es der Teilnahme an politisch opportunen Veranstaltungen dient. Eine solche Unterscheidung darf Ministerin Prien als Leiterin der obersten Schulaufsichtsbehörde nicht vornehmen.“

    Weitere Informationen:

    • SHZ-Artikel „Für Schulschwänzer wird es eng“ vom 7. Januar 2018:

    https://www.shz.de/nachrichten/meldungen/karin-prien-will-durchgreifen-fuer-schulschwaenzer-wird-es-eng-id22163352.html

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