Dr. Frank Brodehl: „Behördensprache muss im Interesse der Bürger verständlich, rechtssicher und sprechbar bleiben“

    In den Verwaltungsbehörden Schleswig-Holsteins besteht zunehmend die Tendenz, Sprachregelungen einzuführen, die die Behördenmitarbeiter dazu anhalten, sich „geschlechtergerecht“ auszudrücken. Die AfD-Fraktion will, dass der dienstliche Schriftverkehr und Sprachgebrauch weiterhin verständlich, rechtssicher und korrekt bleibt. Deshalb hat sie einen Gesetzentwurf eingebracht, der die Verwaltung zur Einhaltung der deutschen Rechtschreib-, Interpunktions- und Grammatikregeln verpflichtet. Dr. Frank Brodehl, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Sprache dient der Darstellung der Lebenswirklichkeit, auch und gerade im Bereich der
    Verwaltung. Rechts- und Verwaltungsvorschriften, dienstlicher Schriftverkehr und
    Sprachgebrauch müssen nicht nur sachlich korrekt und verständlich sein, sie müssen vor
    allem eindeutig, rechtssicher und sprechbar sein.

    All diese Kriterien werden durch Anwendung der amtlichen Regelungen der deutschen
    Rechtschreibung einschließlich der allgemein gültigen Regeln der deutschen Grammatik
    erfüllt. Die sogenannte geschlechtergerechte Sprache hingegen, die von immer mehr
    Behördenleitern ihren Mitarbeitern für den dienstlichen Gebrauch vorgegeben wird,
    enthält Wort- und Sprachgebilde, die weder sachlich korrekt noch eindeutig und
    verständlich sind.

    Die Hansestadt Lübeck hat etwa ganz aktuell einen ‚Leitfaden für gendersensible Sprache‘
    eingeführt, dessen Umsetzung offiziell dazu dient, dass sich männliche wie nichtmännliche
    Personen stets gleichermaßen angesprochen fühlen. Der Leitfaden gibt dazu
    vor, dass der sogenannte ‚Gender-Doppelpunkt‘ einzusetzen ist: Statt ‚Mitarbeiter‘ soll das
    Wortgebilde ‚Mitarbeiter:innen‘ verwendet werden.

    Bereits dieses Beispiel macht deutlich, dass bei ‚geschlechtergerechter Sprache‘ von
    Verständlichkeit und Eindeutigkeit keine Rede mehr sein kann. Denn im mündlichen prachgebrauch werden Satzzeichen nicht mitgesprochen. Das führt dazu, dass in
    diesem Beispiel am Ende tatsächlich nur weibliche Mitarbeiter angesprochen werden,
    nämlich nur Mitarbeiterinnen.

    Um solche Fehler und Sprachverwirrungen konsequent auszuschließen, hat die AfDFraktion
    jetzt einen Gesetzentwurf eingebracht, der sicherstellt, dass die Behörden in
    Schleswig-Holstein ausschließlich die geltenden Regeln der deutschen Rechtschreibung,
    Zeichensetzung und Grammatik anwenden.

    Hierdurch wird gleichzeitig dem Ansinnen entsprochen, dass Verwaltungsbehörden im
    dienstlichen Sprachgebrauch immer alle Menschen ansprechen sollen. Denn das generische
    Maskulinum bildet – anders als von den Befürwortern der ‚geschlechtergerechten
    Sprache‘ behauptet – männliche wie nichtmännliche Personen stets gleichermaßen ab.“

    Weitere Informationen:

    Gesetzentwurf der AfD-Fraktion „zur Änderung des Gesetzes zur Gleichstellung der Frauen im Öffentlichen Dienst (Drucksache 19/2075) vom 6. März 2020:
    http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl19/drucks/02000/drucksache-19-02075.pdf

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