Dr. Frank Brodehl: „Abschlussprüfungen auf später verschieben, statt ersatzlos darauf zu verzichten“

    Bildungsministerin Karin Prien will die Abschlussprüfungen in diesem Jahr ausfallen lassen. Aus den Halbjahresnoten sollen stattdessen Endnoten abgeleitet werden. Ein entsprechender Beschlussvorschlag liegt dem Kabinett vor. Dr. Frank Brodehl, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

    „Bislang sind gerade einmal zehn Unterrichtstage in Folge der Corona-bedingten Schul-schließungen ausgefallen, deren Inhalte den Schülern zudem über die Sozialen Medien vermittelt werden konnten. Vor diesem Hintergrund erscheint die ersatzlose Absage der Abschlussprüfungen wie überstürzter Aktionismus und wird der Situation nicht gerecht.

    Es ist Stand heute noch immer möglich, die Prüfungen auf später zu verschieben, etwa auf die Zeit vor den Sommerferien. Bis dahin sind es noch rund drei Monate, also genügend Zeit, um in Abstimmung mit den Schulen die bislang ausgefallenen Schultage nachzuholen.

    Sollte sich Karin Prien mit ihren Plänen im Kabinett nun durchsetzen, bedeutet das für schleswig-holsteinische Schüler auch im bundesweiten Vergleich einen Nachteil. Denn in Hessen und Rheinland-Pfalz sind die Abiturprüfungen bereits in vollem Gange. Die Bildungsministerin muss die verbleibende Zeit jetzt nutzen, um in Abstimmung mit den Schulen Abschlussprüfungen im Mai oder Juni vorzubereiten.“

    Weitere Informationen:

    • Mitteilung des Kultusministeriums vom 24. März 2020:

    https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/III/Presse/PI/2020/Maerz_2020/III_abschlusspruefungen_2019_20.html

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