Doris von Sayn-Wittgenstein: „Ein europaweites Verbot von Mikroplastik-Partikeln in Kosmetika reicht nicht aus“

    Doris von Sayn-Wittgenstein, umwelt- und agrarpolitische Sprecherin der AfD im Kieler Landtag, fordert ein Verbot von Kosmetika, Wasch-, Reinigungs- und sonstigen Verbrauchsmitteln, denen Mikroplastikpartikeln hinzugefügt wurden, sowie ein Importverbot für diese Produkte in die EU. Dazu führt von Sayn-Wittgenstein aus:

    „Der Antrag von CDU, GRÜNEN und FDP, mit dem die Landesregierung gebeten wird, sich auf Bundesebene für ein europäisches Verbot von Kosmetika einzusetzen, die mit Mikroplastikpartikel belastet sind, ist gut gemeint.

    Leider trifft aber hier der Grundsatz zu: gut gemeint ist oft das Gegenteil von gut.

    Denn ein europaweites Verbot von Mikroplastikpartikeln in Kosmetika reicht bei weitem nicht aus!

    Die Kosmetik- und Körperpflegeindustrie setzt diese synthetischen Kunststoffe mittlerweile inflationär in ihren Produkten ein:  Mikroplastikpartikel finden als Peelingpartikel, Bindemittel, Filmbildner und Füllmittel in Duschgelen, Shampoos, Cremes und dekorativer Kosmetik wie Wimperntusche, Lidschatten und Lippenstiften Verwendung. 

    Deshalb fordern wir als AfD-Fraktion ein Verbot für den Verkauf und für den Import von mit Mikroplastikpartikeln belasteten Kosmetika, darüber hinaus aber auch von Wasch-, Reinigungs- sowie sonstigen Verbrauchsmitteln.

    Warum ein solches Verbot dringend geboten ist, zeigt allein dieses Beispiel: laut der Umweltorganisation WWF lösen sich pro Waschgang sage und schreibe 2.000 Plastikfasern aus einer herkömmlichen Fleece-Jacke. Da Mikroplastikpartikel zu winzig für das Herausfiltern in Kläranlagen sind, landen diese schädlichen Stoffe über das Abwasser in der Natur. Hier werden sie oftmals von Tieren aufgenommen und landen damit zu guter Letzt auch bei uns Menschen auf dem Teller. Das müssen wir beenden.“

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