Betäubungsloses Schächten aus religiösen Gründen soll verboten werden

    Die agrarpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, Doris von Sayn-Wittgenstein, hat heute im Kieler Landtag alle Fraktionen dazu aufgefordert, sich gegen das betäubungslose Schächten aus religiösen Gründen auszusprechen: „Schluss mit dieser Tierquälerei. Schaffen wir die Ausnahmeregelung im Tierschutzgesetz ab und setzen wir uns ohne Wenn und Aber für einen kompromisslosen Tierschutz ein!“, so von Sayn-Wittgenstein.

    Appell an Landesregierung

    Von Sayn-Wittgenstein begründete ihren Appell an die Landesregierung, sich auf Bundes-ebene für eine Streichung des § 4 a Abs.2 Ziffer 2 TierSchG einzusetzen, in ihrer Rede mit den folgenden Worten:

    „Untersuchungen mit Haus- und Wildtieren haben in den letzten Jahrzehnten auf-gezeigt, dass viele Tierarten auf sich selbst und auf ihre Gruppe bezogen Gefühle und Empfindungen zeigen. Dies deckt sich mit der in vielen Religionen und Philosophien geteilten Vorstellung von Tieren als Geschöpfen Gottes. Und als im Jahr 2002 der Tierschutz als Staatsziel in das Grundgesetz aufgenommen wurde, war dies ein wichtiger kultureller Meilenstein – auch in Bezug auf Nutztiere.“

    Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz

    Die agrarpolitische AfD-Sprecherin von Sayn-Wittgenstein erinnerte weiter daran, dass bereits im Jahr 2002 der Tierschutz als Staatsziel in das Grundgesetz aufgenommen wurde. „(Dies) war … ein wichtiger kultureller Meilenstein – auch in Bezug auf Nutztiere.“, so von Sayn-Wittgenstein weiter.

    Bundestierärztekammer: Schächten klarer Fall von Tierquälerei

    Das betäubungslose Schlachten ist „ein klarer Fall von Tierquälerei“ zitiert von Sayn-Wittgenstein in ihrer Rede die Bundestierärztekammer, und führt weiter aus, dass das Schächten zu erheblichen Leiden und Schmerzen bei den Tieren führe. „Um es klar zu sagen: Das Schächten steht dem Staatsziel Tierschutz diametral entgegen!“, so von Sayn-Wittgenstein abschließend.

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