AfD-Fraktion fordert echte Wahlfreiheit für Eltern statt Rechtsanspruch auf Hortplatz

    Dr. Frank Brodehl, bildungs- und familienpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Kieler Landtag, erklärt zum heutigen KN-Interview des CDU-Fraktionschefs Tobias Koch: „Die CDU hat heute überdeutlich gemacht, dass sie ihre traditionellen familienpolitischen Positionen allesamt aufgegeben und ausnahmslos durch grün-rote ersetzt hat.“

    Denn der von der CDU geforderte Rechtsanspruch auf einen Hortplatz ermöglicht den Eltern nicht wirklich eine freie Wahl, ob sie ihre Kinder auch im Grundschulalter selbst betreuen und erziehen wollen. Vielmehr setzt er sie unter massiven gesellschaftlichen Druck, ihre Kinder auch am Nachmittag in staatliche Betreuung zu geben, so Dr. Brodehl. „Am Ende steht dann eine Praxis wie sie zuletzt in der DDR üblich war: Vati und Mutti gehen arbeiten, und die Kinder erzieht der Staat.“

    CDU-Fraktionschef Tobias Koch (CDU) hat dies im KN-Interview so ausgedrückt: „Wenn … das Angebot erst einmal vorhanden ist, wird es von fast allen auch in Anspruch genommen.“

    Einseitige Investitionen in Ganztagsbetreuung schaffen keine Wahlfreiheit

    „Anstatt dreistellige Millionen-Beträge in eine flächendeckende Ganztagsbetreuung für Grund-schulkinder zu investieren, sollte der Staat lieber Eltern finanziell in die Lage versetzen, dass ein Elternteil zuhause bleiben kann, um die eigenen Kinder im Grundschulalter selbst zu betreuen und etwa bei den Hausaufgaben zu helfen.“, erklärt Dr. Brodehl. „Einseitige Investitionen in Ganztagsbetreuung schaffen keine Wahlfreiheit, sondern sie nehmen sie.“

    Mehrheitlich gewünscht: ein Elternteil arbeitet Vollzeit, ein Elternteil Teilzeit

    Die Ergebnisse der letzten Volksbefragung zeigen, dass sich rund dreiviertel aller Eltern das Modell „ein Elternteil arbeitet Vollzeit, ein Elternteil in Teilzeit“ wünschen. Und dies aus gutem Grund: eine Familie wird noch immer deshalb gegründet, weil man Zeit mit den Kindern verbringen will; dies gilt besonders in den ersten Lebensjahren bis zum Übertritt der Kinder in die weiterführende Schule.

    AfD nimmt Elternwünsche ernst

    „Als AfD setzen wir uns für eine Politik ein, die den Wunsch dieser Eltern ernst nimmt: Schaffen wir die Grundlage dafür, dass sich insbesondere junge Mütter nicht mehr zwischen Arbeit und Kinderbetreuung entscheiden müssen, sondern frei wählen können.“, erklärt Dr. Brodehl. „Um dies zu ermöglichen, brauchen junge Familien zweierlei:

    1. Planungssicherheit im Job – anstelle von Leiharbeit und befristeten Verträgen
    2. Steuerliche Entlastungen, die es möglich machen, eine Familie auch nur mit einer Vollzeit-stelle zu ernähren – ohne dabei unter die Armutsgrenze zu fallen.“

    Pressekontakt: peter.rohling@afd.ltsh.de

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