Volker Schnurrbusch: Wirtschaftliche Folgen des Brexits für Schleswig-Holstein

    Vorbemerkung des Fragestellers:

    In einer aktuellen Studie zu den ökonomischen Folgen des „Brexits“ für die Länder und Regionen der EU prognostiziert die Bertelsmann Stiftung für die Bundesrepublik Deutschland im Fall eines harten „Brexits“ Einkommensverluste von jährlich 9,5 Milliarden Euro. Die Einkommensverluste bei einem weichen „Brexit“ werden mit jährlich fünf Milliarden Euro prognostiziert. Weiter vertritt die Bertelsmann Stiftung die Auffassung, dass der „Brexit“ sich besonders in den Regionen der EU mit einem hohen Anteil an mittelständischen Unternehmen negativ auswirken wird.

    1. Wie beurteilt die Landesregierung den Untersuchungsansatz der Bertelsmann Stiftung, die wirtschaftlichen Folgen des „Brexits“ unter Verwendung des sog. „Gravitationsmodells“ zu bewerten, das Marktgröße und Entfernung von Handelspartnern in Simulationen von Handelsströmen berücksichtigt?

    2. Lassen sich die dem unter Ziff. 1 genannten „Gravitationsmodell“ zugrunde liegenden Komponenten auf die volkswirtschaftliche Situation Schleswig-Holsteins übertragen und liegen der Landesregierung hierzu eigene Untersuchungsergebnisse vor?

    3. Mit welchen volkswirtschaftlichen Untersuchungsmethoden prüft die Landesregierung die Auswirkungen des Brexits auf die Wirtschaft Schleswig-Holsteins und wodurch unterscheiden sich diese gegebenenfalls von dem der Bertelsmann-Studie zugrunde liegenden „Gravitationsmodell“?

    4. Welche Auswirkungen des „Brexits“ prognostiziert die Landesregierung für die mittelständische Wirtschaft und die Landwirtschaft Schleswig-Holsteins?

    drucksache-19-01408

     

    http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl19/drucks/01400/drucksache-19-01408.pdf

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