Volker Schnurrbusch: Grundwasser- und Nitratmessungen in Schleswig-Holstein

    1. Aus welchen Tiefen [mNN] wird in Schleswig-Holstein Grundwasser mit dem Zweck der Trinkwasserverwendung gewonnen? Hierzu bitte Erstellung einer Excel-Tabelle mit Aufschlüsselung pro Wassergewinnungsstelle nach Ortsnamen, Grundwasserkörper (Haupt-, Poren-, und/oder Geringgrundwasserleiter etc.), Hauptnutzungsart (Siedlung, Wald, Landwirtschaft), Tiefe und – sofern anwendbar – Wasserschutzgebietszone (1, 2 oder 3).

    Antwort: Anlage1 enthält die Daten aller Grundwasserentnahmen zu Trinkwasserzwecken mit einer Entnahmemengevon mehr als 10 m³ pro Tag. Darüber hinaus bestehen weitere Entnahmen (Einzelversorgungsanlagenund andere Kleinentnahmen, die keiner wasserrechtlichen Erlaubnis bedürfen), für die keine Anlagendaten vorliegen. Alle Anlagen liegen in Porengrundwasserleitern. Die Haupt-Flächennutzungsart kann nur für denjeweiligen Grundwasserkörperin Prozent, bezogen auf die Gesamtfläche des Grundwasserkörpers, angegeben werden. Die Entnahmetiefe gibt den Bereich zwischen der flachsten und der tiefsten Entnahme der jeweiligen Brunnen an. Die Lage in Wasserschutzgebieten ist aufgeführt, eine Zuordnung nach einzelnen Schutzzonen ist nicht möglich.

    2. Wie sieht das Nitratmessnetz in Schleswig-Holstein im Detail aus? Hierzu bitte Erstellung einer Exceltabelle mit Angabe der jeweiligen Grundwassermesspunkte (Grundwassermessstelle, Brunnen, Entnahmestelle, Wasserwerk etc.), die Motivation der Messung (WRRL-Überblick, WRRL-operationell, EUA etc.), Messrhythmus (vierzehntägig, monatlich, halbjährig, alle drei Jahre etc.) je Messstelle und der Rechtsgrundlage der Messung (z. B. Messstelle 3 mit 370 Meter Tiefe alle sechs Jahre für tiefe Grundwasserkörper).

    Das EU-Nitratmessnetz ist eine Teilmenge des EUA-Grundwasser-Messnetzes. Das EUA-Grundwassermessnetz (EUA= Europäische Umweltagentur) dient der Erfüllung der Berichtspflicht Deutschlands an die EU und erfasst die Beschaffenheit des Grundwassers unter dem Einfluss der Nutzungen Siedlung, Wald und Landwirtschaft (aufgeteilt in Grünland und Acker). Dieses Messnetz ist so konfiguriert, dass es die Nutzungen sowohl von ihrem Flächenanteil als auch der Belastung her repräsentativ erfasst. Der Anteil der Messstellen dieses Messnetzes, die durch die Landwirtschaft beeinflusst werden, bildet das sogenannte EU-Nitratmessnetz. Beide Messnetze sind wiederum eine Teilmenge des Messnetzes der Wasserrahmenrichtlinie. Die gewünschten Angaben zum EU-Nitratmessnetz sind in Anlage 2 aufgelistet.

    3. Wie hoch [mg/L] waren im Jahr 2018 bei jeder Messstelle aus Frage 2 die Nitratwerte?

    Die Ergebnisse für das Jahr 2018 liegen voraussichtlich im März 2019 vor, insofern können derzeit nur die Ergebnisse des Jahres 2017 dargestellt werden. Die Ergebnisse finden sich ebenfalls in Anlage 2.

    4. Wer trifft in Schleswig-Holstein die Auswahl der Nitratmessstellen?

    Die Grundwassermessstellen werden vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) ausgewählt.

    5. Hat sich in der Systematik der Nitratmessungen zwischen 2016 und 2018 etwas verändert?

    Nein.

    drucksache-19-01145

     

    Anlagen siehe in beigefügtem Dokument.

    http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl19/drucks/01100/drucksache-19-01145.pdf

    Seite drucken