Dr. Frank Brodehl: Umsetzung sonderpädagogischer Standards an Grundschulen, Gemeinschaftsschulen und an Förderzentren in Schleswig-Holstein

    Vorbemerkung der Fragesteller

    Bildung und Erziehung von Schülern mit Behinderung oder solchen, die von Behinderung bedroht sind, ist Aufgabe aller Schulen. In Schleswig-Holstein wird dies in sogenannten inklusiven Settings (Gemeinsamer Unterricht, Integrativer Unterricht, Inklusion), in ambulanten oder stationären Förderzentren und zu einem geringen Teil an Förderzentrumsaußenklassen umgesetzt.

    Vor diesem Hintergrund ist es Ziel dieser Anfrage, einen Überblick über die Qualitätsonderpädagogischer Förderung an verschiedenen Förderorten zu erhalten. Exemplarisch ausgewählt wurden hierzu die Schwerpunkte Emotionale und Soziale Entwicklung, Geistige Entwicklung, Hören und Lernen.

    Um einen Vergleich zu ermöglichen, werden die Standards sonderpädagogischer Förderung des Verbands Sonderpädagogik (vds) zugrunde gelegt (Zeitschrift für Heilpädagogik Sonderheft 2008). Sie beschreiben die nicht zu unterschreitendenQualitätsniveaus vornehmlich schulischer Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischen Förderbedarfen. Neben professioneller Lehrtätigkeit sichert die Einhaltung sonderpädagogischer Standards die übergreifende Zielerreichung aller allgemeinpädagogischen und sonderpädagogischen Bemühungen: die Gewährleistung individueller Kompetenz und sozialer Teilhabe für alle Menschen.

    1 Grundlagendaten

    1.1 Wie hat sich die Zahl von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den zurückliegenden zehn Jahren entwickelt? Bitte bei dieser und bei den folgenden Fragen nach Förderschwerpunkten aufschlüsseln.

    1.2 Wie hat sich die Zahl der Sonderschullehrerstellen in den zurückliegenden zehn Jahren entwickelt?

    1.3 Wie haben sich die Zahlen der durch Sonderschullehrkräfte in integrativen Maßnahmen erteilten Lehrerwochenstunden in den zurückliegenden zehn Jahren entwickelt? Bitte Aufschlüsselung nach Lehrerwochenstunden, Anzahl der Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf und Lehrerwochenstundenzahl pro Schüler.

    1.4 Wie hat sich die Zahl der durch Sonderschullehrkräfte in Förderzentren erteilten Lehrerwochenstunden in den zurückliegenden zehn Jahren entwickelt? Bitte Aufschlüsselung nach Lehrerwochenstunden, Anzahl der Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf und Lehrerwochenstundenzahl pro Schüler.

    1.5 Wie haben sich die Zahlen bezüglich des Förderortes von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den zurückliegenden zehn Jahren entwickelt? (Ggf. Angaben zur Beschulung in Förderschulteilen bzw. Förderschulaußenklassen)

    2 Emotionale und Soziale Entwicklung

    2.1 Vorgaben und Ressourcen an öffentlichen oder privaten Förderzentren (Ggf. einschließlich Förderschulteilen oder Förderschulaußenklassen an Grund- und Gemeinschaftsschulen)

    2.1.1 Wie sind für verschiedene Arbeitsweisen strukturierbare Unterrichtsräume gestaltet und wie viel Platz (in Quadratmetern) steht jedem Schüler im Durchschnitt zur Verfügung? 2.1.2 Wie sind Differenzierungs- und Gruppenarbeitsräume und Außenspielflächen gestaltet?

    2.1.3 Wie sind Räume für Bewegungsangebote und Rückzugsmöglichkeiten gestaltet?

    2.1.4 Wie hoch ist die durchschnittliche Klassenfrequenz?

    2.1.5 Wie häufig wird begrenzter Einzelunterricht oder Unterricht in Kleingruppen bei besonders hohem Förderbedarf durchgeführt?

    2.1.6 Welche zeitlichen Ressourcen für Kooperationsmaßnahmen und Teambesprechungen werden vorgehalten?

    2.1.7 Bei wie vielen der eingesetzten Lehrkräfte entspricht die Qualifikation (sonderpädagogische Fachrichtung) dem individuellen Förderbedarf der Schüler?

    2.2 Vorgaben und Ressourcen im Rahmen integrativer Maßnahmen an öffentlichen oder privaten Grund- und Gemeinschaftsschulen (ausgenommen Förderschulteile oder Förderschulaußenklassen)

    2.2.1 Wie sind für verschiedene Arbeitsweisen strukturierbare Unterrichtsräume gestaltet und wie viel Platz (in Quadratmetern) steht jedem Schüler im Durchschnitt zur Verfügung? 2.2.2 Wie sind Differenzierungs- und Gruppenarbeitsräume und Außenspielflächen gestaltet?

    2.2.3 Wie sind Räume für Bewegungsangebote und Rückzugsmöglichkeiten gestaltet?

    2.2.4 Wie hoch ist die durchschnittliche Klassenfrequenz?

    2.2.5 Wie häufig wird begrenzter Einzelunterricht oder Unterricht in Kleingruppen bei besonders hohem Förderbedarf durchgeführt?

    2.2.6 Welche zeitlichen Ressourcen für Kooperationsmaßnahmen und Teambesprechungen werden vorgehalten?

    2.2.7 Bei wie vielen der eingesetzten Lehrkräfte entspricht die Qualifikation (sonderpädagogische Fachrichtung) dem individuellen Förderbedarf der Schüler?

    Fortführung der Großen Anfrage siehe im nachfolgenden Originaldokument:

    drucksache-19-01755

     

    Link: http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl19/drucks/01700/drucksache-19-01755.pdf

    Seite drucken