Dr. Frank Brodehl: Umsetzung sonderpädagogischer Standards an Grundschulen,Gemeinschaftsschulen und an Förderzentren in Schleswig-Holstein (Antwort)

    Bildung und Erziehung von Schülern mit Behinderung oder solchen, die von Behinderung bedroht sind, ist Aufgabe aller Schulen. In Schleswig-Holstein wird dies in sogenannten inklusiven Settings (Gemeinsamer Unterricht, Integrativer Unterricht, Inklusion), in ambulanten oder stationären Förderzentren und zu einem geringen Teil an Förderzentrumsaußenklassen umgesetzt.Vor diesem Hintergrund ist es Ziel dieser Anfrage, einen Überblick über die Qualität sonderpädagogischer Förderung an verschiedenen Förderorten zu erhalten. Exemplarisch ausgewählt wurden hierzu die Schwerpunkte Emotionale und Soziale Entwicklung, Geistige Entwicklung, Hören und Lernen.
    Um einen Vergleich zu ermöglichen, werden die Standards sonderpädagogischer Förderung des Verbands Sonderpädagogik (vds) zugrunde gelegt (Zeitschrift für Heilpädagogik Sonderheft 2008). Sie beschreiben die nicht zu unterschreitenden Qualitätsniveaus vornehmlich schulischer Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischen Förderbedarfen. Neben professioneller Lehrtätigkeit sichert die Einhaltung sonderpädagogischer Standards die übergreifende Zielerreichung aller allgemeinpädagogischen und sonderpädagogischen Bemühungen: die Gewährleistung individueller Kompetenz und sozialer Teilhabe für alle Menschen.

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