Kiel 301.quadratischAb Januar 2019 wird an der Stromplattform ENKO Strom aus Schleswig-Holstein gehandelt. Dies kündigten heute die Schleswig-Holsteinische Netz AG und der IT-Dienstleister ARGE Netz GmbH & Co. KG auf der Landespressekonferenz an. Dann sollen Stromkunden selbsterzeugten Strom an das System künstlicher Intelligenz melden und liefern. Mit der Teilnahme an der Plattform werden sie somit zu vertraglich gebundenen Stromlieferanten. Jörg Nobis, energiepolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

„Erst auf mehrfache Nachfrage gibt SH Netz AG-Chef Matthias Boxberger heute zu, dass die Strompreise durch sinkende Netzentgelte nur indirekt sinken könnten. Die Schönrechnerei der Energiewende gelingt auch dann nicht, wenn man die zuvor erhöhten Kosten der Energiewende durch ein neu geschaffenes System angeblich intelligenter Energie wieder runterschraubt.

Wie ein Marketing-Gag mutet es an, wenn Herr Boxberger heute verkündet, dass er die Kosten für Verbraucher senken wolle und es durch eine Teilnahme an der Erneuerbare Energien-Plattform ENKO vergünstigten Strom gebe. Der rhetorische Trick misslingt, weil der Strompreis in Schleswig-Holstein ausgerechnet wegen den Erneuerbaren Energien der europaweit höchste Strompreis ist. Die Betreiber von ENKO verkehren das Ursache-Wirkungsprinzip ins Gegenteil.

Erst am letzten Montag veröffentlichte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, dass die Abgaben-, Umlagen- und Steuerbelastung für alle Stromkunden seit 2006 um 110 Prozent gestiegen ist. Ein Großteil dieser Umlagen ist der gescheiterten Energiewende geschuldet, die Verbrauchern so kryptische Zulagen wie die jüngst stark erhöhte Offshore-Haftungs- bzw. Netzumlage oder die mit rund 25 Prozent auf den Stromerzeugerpreis aufgestülpte EEG-Abgabe aufschlägt.

Durch das „Anreizen“ der Stromproduktion wird zudem der Strombedarf künstlich aufgeblasen. Wenn immer mehr Stromkunden glauben, Stromengpässe durch den Beitrag ihrer Solaranlage oder E-Auto-Batterie überbrücken zu müssen, dann mutieren sie zum blanken Erfüllungsgehilfen des Staates für die Energiesicherheit. Andersherum modeln die Netzbetreiber unsere Bürger vom Stromverbraucher zum zwischen-speichernden Sektorenkoppler um.

Die AfD steht für einen gesunden Energiemix aus konventionellen und erneuerbaren Energiequellen. Der Ausbau von Windenergieanlagen in Schleswig-Holstein soll allenfalls auf See erfolgen. Die einhundertprozentige Elektrifizierung der Sektoren Energie, Haushalte, Verkehr und Industrie durch die Sektorenkopplung steht die AfD sehr kritisch gegenüber. Im Interesse der Bürger setzt sich die AfD weiterhin für niedrige Energiepreise ein.“

 

Weitere Informationen:

  • BDEW Pressemitteilung: „Zahl der Woche - Strompreise: Um 110 Prozent sind die Steuern, Abgaben und Umlagen seit 2006 gestiegen“:

https://www.bdew.de/presse/presseinformationen/zahl-der-woche-strompreise-um-110-prozent/

Pressespiegel der AfD Fraktion bei openPR

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