Kiel 572.quadratisch.nahIn Schleswig-Holstein sind die Abschlussarbeiten sowohl für den Ersten als auch für den Mittleren Schulabschluss – vormals Haupt- bzw. Realschul-abschluss – um eine halbe Note schlechter ausgefallen als im Vorjahr. Im Schnitt wurde nur noch eine Note von 3,9 erzielt. Das Bildungsministerium will nun auf "Ursachenforschung" gehen. Dr. Frank Brodehl, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

„Dass viele Schüler ihre Abschlussergebnisse durch eine zusätzliche mündliche Prüfung im Fach Mathematik nach oben korrigieren konnten, freut uns sehr. Die Kritik von Eltern- und Schülervertretungen, dass die Schüler nicht optimal auf die schriftlichen Prüfungen vorbereitet worden wären, bleibt gleichwohl berechtigt.

Als erstes muss festgehalten werden, dass die Prüfungsanforderungen bereits von der alten Regierung heraufgesetzt worden waren. Dies geschah seinerzeit auf Druck der Ausbilder und der Wirtschaft, die sich mit dem immer weiter absinkenden Niveau nicht abfinden wollten. Genau hier liegt der Hase im Pfeffer: Denn das Niveau hebt man nicht dadurch an, indem man schwierigere Prüfungsaufgaben stellt. So vorzugehen heißt, den zweiten vor dem ersten Schritt zu gehen.

Die schlechten Ergebnisse sind also letztlich Ausdruck einer verfehlten sozialdemo-kratischen Schulpolitik, die die neue Regierung zwar nicht zu verantworten hat, die von ihr aber leider nicht beim Namen genannt wird. Genau dies muss aber geschehen, wenn man das Bildungsniveau unserer Schüler mittelfristig wieder anheben will. Es gilt sich also endlich einzugestehen, dass die Auflösung des differenzierten Schulsystems aus Haupt- und Realschule und die Schließung zahlreicher Förderzentren/ Sonderschulen ein Fehler war.

Unter dem Nimbus der Inklusion sitzen heute Schüler unterschiedlichster Leistungs-möglichkeiten gemeinsam in einer Klasse. Dieser Bandbreite, die vom geistig behinder-

en bis zum hochbegabten Schüler reicht, kann man in der Realität nicht gerecht werden. Das Ergebnis lautet Mittelmaß für alle.

Es ist daher höchste Zeit darüber nachzudenken, wie wir wieder leistungshomogenere Lerngruppen schaffen können. Dann ist es Lehrern auch wieder möglich, gezielter und dem Leistungsvermögen ihrer Schüler entsprechend zu unterrichten. Davon profitieren am Ende alle.

Es bleibt zu hoffen, dass Ministerin Prien den Mut aufbringt, die überfällige Trendwende einzuleiten, anstatt es weiter bei einer ‚Ursachensuche' zu belassen, deren Ergebnis schon heute offenkundig ist.“

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