Jörg NobisIn drei Tagen führt die Bundesregierung in Brüssel entscheidende Gespräche zur Verwendung von Fördergeldern für überschüssigen Abfallstrom aus Windenergie. Die Kieler Jamaika-Koalition appelliert an die Bundesregierung im Sinne der Windenergie und will die Raffinerie Heide in ihr Energie-konzept einbinden. Jörg Nobis, Fraktionsvorsitzender der AfD-Fraktion im Landtag von Schleswig-Holstein, erklärt dazu:

„Eine EU-Subventionierung für die Abnahme von Windstrom durch eine hoch profitable Raffinerie bedeutet nichts anderes als einen weiteren grün-ideologischen Markteingriff.

Die Raffinerie Heide des US-Milliardärs Gary Klesch braucht weder Steuergelder noch Überschussstrom von Windkraftanlagen. Sie sollte sich weiterhin auf ihr Kerngeschäft des Öl-Crackens konzentrieren.

Dass die Raffinerie in Zukunft statt Öl auch Wasser spalten soll – und das auf Kosten des Steuerzahlers –, macht den energiepolitischen Irrweg der CDU-geführten Landesregierung überdeutlich. Beim verwendeten Strom handelt es sich um überschüssigen Abfallstrom der ideologisch vorangetriebenen Windkraft.

Dabei ist die Umformung von Wasser in Wasserstoffgas mittels Windstrom und zurück von Wasserstoffgas in Antriebsstrom nicht nur eine physikalische Schnapsidee, sondern auch wirtschaftlich nicht vertretbar. Selbst bei dezentraler Nutzung von Wasserstoff in Brennstoffzellenfahrzeugen zeigen ‚Well-to-Wheel‘-Untersuchungen, dass der Gesamtwirkungsgrad zu gering ist.

Noch sind die Wasserstofftechnologien nicht ausgereift genug, um eine wirtschaftlich tragfähige Änderung der gesamten Energieinfrastruktur voranzubringen. Die Nachteile der ‚grünen‘ Wasserstofftechnologie werden nur allzu gerne verschwiegen. Die AfD lehnt dies ab und steht stattdessen für eine Energiepolitik mit Vernunft.“

Weitere Informationen:

WELT-Artikel „Buchholz und Habeck für Förderung von grünem Wasserstoff“ vom 12. Mai 2018

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article176290189/Buchholz-und-Habeck-fuer-Foerderung-von-gruenem-Wasserstoff.html

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