DSr. Frank BrodehlDas von Jamaika geförderte ‚Partyprojekt Odyssee‘ informiert Neunt- und Zehntklässler an Schulen in Schleswig-Holstein ‚akzeptanzorientiert‘ über Partydrogen. Anlässlich der Proteste, die es dagegen zuletzt von Schülern und Eltern in Flintbek gab, hat die AfD-Fraktion die Landesregierung zu einem Bericht über die Drogenprävention an den Schulen des Landes aufgefordert. Dr. Frank Brodehl, bildungspolitischer Sprecher, erklärt dazu:

„Der Verein Odyssee, der das ‚Partyprojekt Odyssee‘ an den Schulen in  Schleswig-Holstein durchführt, spricht auf seiner Website von ‚illegalisierten‘  Drogen, von einer ‚Emanzipation‘ der Konsumenten gegenüber ‚dem Staat‘ sowie von einem längst überfälligen und ‚notwendigen Paradigmenwechsel‘, der da lautet: ‚Akzeptanz statt Abstinenz‘. Dass die FDP-Fraktion trotzdem von einer ‚sinnvollen Ergänzung‘ der schulischen Präventionsarbeit spricht, die das ‚Partyprojekt Odyssee‘ leisten könne, ist in keiner Weise nachvollziehbar.

Echte Drogenprävention fokussiert darauf, Schüler vor Drogen zu warnen, und sie über die tatsächlichen Gefahren und Risiken des Drogenkonsums aufzuklären, nicht darauf, Tipps zum legalen Drogenkonsum zu geben und Drogen zu verharmlosen. Das auf der Website des Vereins ‚Odyssee‘ der Hinweis steht, die dort enthaltenen Informationen seien ‚nicht als Motivation zum Drogenkonsum gedacht‘, macht deutlich, welcher Eindruck sich bei Lektüre der Website tatsächlich einstellt.

Aufforderungen wie: ‚Wenn Du bewusstseinsverändernde Substanzen konsumierst, solltest Du dies in einer für Dich angenehmen Atmosphäre (…) tun‘ oder: ‚Der Konsum von illegalen Substanzen sollte ein Ausnahmeerlebnis sein‘ oder: ‚Konsumiere nicht allein, habe möglichst eine nüchterne Person dabei‘ haben in einem Drogenpräventionsprogramm für Schüler nichts zu suchen.

Gut, dass die Schüler und Eltern in Flintbek reagiert haben, als sie mit derlei Botschaften des ‚Partyprokjekts Odyssee‘ konfrontiert wurden.  Wir sollten in Zukunft alle noch genauer als bisher darauf achten, welche Art von Drogenprävention von welchen Anbietern an unseren Schulen durchgeführt wird. Und wir sollten uns in unserer Auffassung, was gute Präventionsarbeit ausmacht, nicht verwirren lassen. Der Verein ‚Keine Macht den Drogen‘ hat hierfür klare Worte gefunden:

Präventive Maßnahmen vermitteln Kindern und Jugendlichen, dass das Leben auf andere Weise als durch Suchtmittelkonsum interessant und lebenswert gestaltet werden kann.‘

Diesen Ansatz für eine schulische Drogenprävention halten auch wir für den richtigen. ‚Drogenmündigkeits-Unterricht‘, wie ihn der Verein ‚Partyprojekt Odyssee‘ an unseren Schulen durchführt, erteilen wir eine klare Absage.“

Weitere Informationen:

AfD-Antrag „Drogenpräventionsprojekte an Schulen in Schleswig-Holstein/ „Partyprojekt Odyssee“ vom 8. März 2018 (Drucksache 19/595):

http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl19/drucks/00500/drucksache-19-00595.pdf

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