Dr. Frank BrodehlDer Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) hat soeben eine von ihm in Auftrag gegebene Studie zur Lage der Flüchtlinge an Schulen veröffentlicht.  Danach haben Flüchtlingskinder bei uns deutlich schlechtere Bildungschancen als deutsche Schüler. Der SVR erhebt deshalb die Forderung, dass es „Standard werden sollte, Kinder und Jugendliche ohne Deutschkenntnisse an den Schulen aufzunehmen“. Außerdem sollen „Ausbildungs-systeme“ flexibilisiert werden, etwa durch „die Schaffung neuer Berufe wie Hilfsgärtner oder Hilfsschweißer“. Dr. Frank Brodehl, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

"Die vom SVR geforderte ‚Flexibilisierung‘ in der Ausbildung ist Augenwischerei – noch nie hat man Probleme dadurch gelöst, dass man das Niveau senkt. Und was für die Berufsausbildung gilt, gilt umso mehr beim Eintritt in die Schule. Denn für erfolgreiches Lernen und eine integrative Teilnahme am Schulbetrieb sind gute Deutschkenntnisse – wie jeder Lehrer weiß – essentiell.

Immerhin hat die Studie eines deutlich gemacht: Wo immer die Zahl von Flüchtlingskindern pro Regelklasse zu groß wird, sinkt das Leistungsniveau und die Integration misslingt. Das ist wenig überraschend und führt, wenn wir jetzt nicht die richtigen Konsequenzen ziehen, zu einem Teufelskreis: Eltern deutscher Schüler werden ihre Kinder auf eine andere Schule schicken, wenn als Antwort auf die unzureichenden Sprachkenntnisse einiger Mitschüler das Lernniveau für alle gesenkt wird. Dadurch wird die Gruppe der Nicht-Muttersprachler noch größer, die Leistungsschwächeren bleiben zurück und der Prozess beschleunigt sich. Das Leistungsniveau wird immer weiter absinken.

Flüchtlingskinder lernen unsere Sprache tatsächlich dann am besten – und das praktisch nebenbei – , wenn sie einzeln oder nur zu zweit in einer Regelklasse sind. Denn dann sind sie besonders motiviert, Deutsch zu lernen und sondern sich nicht als Gruppe ab.

Damit dieser positive Effekt eintritt, der für eine Integration in die Schule und damit in unsere Gesellschaft unverzichtbar ist, brauchen wir eine gleichmäßige Verteilung der Flüchtlingskinder auf alle Schulen in Schleswig-Holstein.

Wo eine solche Verteilung nicht möglich ist, müssen die stärker belasteten Schulen so ausgestattet werden, dass ein entsprechender Klassenschlüssel am Ende auch bei ihnen realisiert werden kann. An Schulen, an denen dies absolut nicht umsetzbar ist, müssen spezielle Sprach- und Förderangebote für Flüchtlingskinder in jedem Fall vor dem Schuleintritt bzw. vor der Eingliederung in den Regelklassenunterricht stehen.

Gute Deutschkenntnisse sind die Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lernen. Deshalb müssen wir allen Schülern in Schleswig-Holstein die Chance bieten, diese zu erwerben. Eine Absenkung des Bildungsniveaus ist dazu keine Alternative – weder zu Beginn der Schulausbildung, noch später in der Berufsausbildung.“

Weitere Informationen:

  • WELT-Artikel „Man könnte Berufe wie Hilfsgärtner schaffen“ vom 01.03.2018:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article174072612/Integration-von-Fluechtlingen-Man-koennte-Berufe-wie-Hilfsgaertner-schaffen.html

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