Volker SchnurrbuschWegen einer defekten Dichtung sind aus der Biogasanlage Brokenlande vor zwei Tagen rund 6.000 Kubikmeter Gülle ausgelaufen. Damit hat sich der Gülle-GAU, der dort bereits 2014 aufgetreten war, praktisch wiederholt: genau wie vor vier Jahren bedrohen jetzt zwei Millionen Liter an Güllestoffen und stickstoffreichen Gärresten die angrenzenden Böden und Gewässer der Anlage. Volker Schnurrbusch, Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Kieler Landtag, erklärt dazu:

„Wir brauchen dringend einen wirksamen Schutz vor Störfallrisiken dieser Art. Offenbar hat die Landesregierung nichts aus dem Gülle-GAU von 2014 gelernt.

Das Ausmaß des damaligen Umweltdesasters hätte eine strengere Sachverhaltsermittlung benötigt. Jetzt zeigen sich die negativen Folgen eines zu lax betriebenen Immissionsschutzes der grün geführten Umweltbehörden.

Die Grünen, die das Thema „Biogas“ in den vergangenen Jahren so vehement vorangetrieben haben, haben es offenbar versäumt, die damit verbundenen Umweltrisiken richtig einzuschätzen und angemessene Sicherheitsanforderungen für Biogasanlagen einzuführen und umzusetzen.

In Anbetracht immer knapper werdender Güllelagerkapazitäten in Schleswig-Holstein brauchen wir dringend Null-Risiko-Anlagen. Denn die Umweltschäden, die ein Gülle-GAU wie in Großenaspe verursachen kann, sind nicht akzeptabel“, erklärt Schnurrbusch.

Schnurrbusch vertrat die AfD-Fraktion in der heutigen Sitzung des Umwelt- und Agrarausschusses, da die Abgeordnete Doris von Sayn-Wittgenstein am 9. Januar überraschend mitgeteilt hatte, dass sie ab sofort ihre Ausschusstätigkeit niederlegen würde.

Diese Entscheidung kommt zu einem Zeitpunkt, da dieser Bereich gleich durch mehrere Krisen gekennzeichnet wird: Salmonellen in Futtermitteln, die Gefahr der Afrikanischen Schweinepest, überlaufende Gülle-Lager und den Umwelt-GAU in Großenaspe.

Der Bereich Umwelt und Landwirtschaft wird in der AfD-Fraktion seit dem 8. Januar durch den Umweltwissenschaftler Rainer Winters verstärkt.

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