Kiel 301.quadratischDie Bundesmarine will in der Ostsee vor der Halbinsel Schwansen Sprengübungen durchführen. Ein ökologisches Drama zeichnet sich ab. Umweltminister Robert Habeck zeigt sich darüber lediglich „irritiert“. Jörg Nobis, Fraktionsvorsitzender der AfD, fordert vom Umweltminister mehr – ein proaktives Umweltmanagement:

„Es liegt in der Verantwortung des Umweltministers, die Fisch- und Vogelwelt in dem betroffenen Ostseegebiet zu schützen. Sein Ministerium hätte deshalb rechtzeitig bei der Bundesmarine Einspruch gegen die Sprengversuche einlegen müssen. Dass dies nicht geschehen ist, ist ein Armutszeugnis für den Minister. Schließlich weiß er seit über einem halben Jahr, dass die Bundesmarine im Sperrgebiet Schönhagen Ansprengversuche plant.

Ebenso müsste ihm bekannt sein, dass durch die angekündigten Sprengungen die Gefahr besteht, dass die betroffenen Schweinswale durch die auftretenden Schock-wellen tödliche Verletzungen erleiden. Mit einem Hörverlust verlieren die Wale zumindest ihre Orientierung. Sie sind irritiert und nicht mehr in der Lage, sicher zu steuern.

Wenn sich der Umweltminister von den geplanten Sprengversuchen irritiert zeigt, deutet dies ebenfalls auf eine Orientierungslosigkeit hin. Herr Habeck ist offenbar nicht mehr in der Lage, als Umweltminister einen verantwortungsvollen Kurs für Schleswig-Holstein zu steuern. Er sollte die Konsequenzen daraus ziehen, und sich zeitnah seinen bundespolitischen Karriereplänen in Berlin widmen. Das wäre für unser Land zwischen den Meeren das Beste.“

Weitere Informationen:

· „Hamburger Abendblatt“-Artikel „Sprengversuche in der Ostsee“ vom 09.01.2017:

https://www.abendblatt.de/region/schleswig-holstein/article213058883/Sprengversuche-in-der-Ostsee-Linke-kritisiert-Habeck.html

· dpa-News-Kanal-Beitrag auf „Süddeutsche Zeitung“-Online vom 09.01.2017:

http://www.sueddeutsche.de/news/politik/verteidigung---kiel-linke-habeck-wusste-bereits-von-geplanten-sprengversuchen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-180109-99-561154

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