Kiel 572.quadratisch.nahDie AfD-Fraktion im Kieler Landtag fordert die Landesregierung auf, ausreichend Mittel dafür bereitzustellen, damit an mehr Schulen kostenlos Obst, Gemüse und Milch verteilt werden kann, als es durch das laufende EU-Schulprogramm in Schleswig-Holstein derzeit der Fall ist. Dr. Frank Brodehl, bildungspolitischer Sprecher, erklärt dazu: 

,Laut einer Untersuchung des Instituts für Sportwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin sind mittlerweile über 20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen übergewichtig. Die Hauptursache dafür sind eine ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel. Dass die Landesregierung angesichts dieser Entwicklung an dem neuen EU-Schulprogramm 2017 für Obst, Gemüse und Milch teilnimmt, begrüßen wir.

Unzureichende Förderung ist kurzsichtig

Allerdings profitieren derzeit lediglich 126 Grund- und Förderschulen von diesem Programm, und das auch nur an zwei Tagen pro Woche. Dass die Landesregierung für dieses Leuchtturmprojekt lediglich 60.000 Euro im Haushalt 2018 bereitstellt, ist offenkundig unzureichend. Vor allem aber ist es kurzsichtig. Denn die Folgeerkrankungen des Übergewichts belasten unser Gesundheitssystem schon jetzt in Milliardenhöhe: Untersuchungen belegen den Zusammenhang zwischen Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gelenkverschleiß und Fettstoffwechselstörungen.

Schulen an prekären Standorten vorrangig fördern

Die AfD-Fraktion fordert die Landesregierung deshalb auf, die Mittel für das Ernährungsangebot an unseren Schulen so aufzustocken, dass zumindest die Schüler von Schulen an prekären Standorten kostenlos Obst, Gemüse und Milch erhalten. Dort ist der Bedarf nachweislich am Größten.

Die Zahl übergewichtiger Kinder darf nicht weiter zunehmen. Denn aus übergewichtigen Kindern werden oft übergewichtige Erwachsene ­ und deren Folgeerkrankungen belasten letztlich uns alle", so Dr. Brodehl abschließend.

 

Weitere Informationen:

· Antrag der AfD-Fraktion im Original (Drucksache 19/383) vom 30.11.2017:
http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl19/drucks/00300/drucksache-19-00383.pdf

 

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