Tierversuche in Schleswig-Holstein

Kleine Anfrage der Abgeordneten Doris Fürstin v. Sayn-Wittgenstein, Fraktion der AfD der Landesregierung
– Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Drucksache: 19/607
Datum: 28.03.2018

Laut Statistiken des Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) wurden im Jahr 2016 insgesamt 2.854.586 Tiere in deutschen Tierversuchslaboren „verwendet“. Dies bedeutet einen Zuwachs von 50.000 Tieren im Vergleich zum Vorjahr.

1. Liegen der Landesregierung statistische Daten über Tierversuche in Schleswig- Holstein im Zeitraum 2015 bis 2017 vor?

Antwort:

Ja.

1.1. Falls ja, welche?

1.2. Falls ja, durch welche Institutionen, Labore oder Unternehmen?

Die Fragen 1.1 und 1.2 werden gemeinsam beantwortet:
Die Zahlen von 2015 und 2016 sind beigefügt. Die Meldungen für 2017 liegen erst Ende 2018 vor (Meldung gemäß Verordnung über die Meldung zu Versuchszwecken verwendeter Wirbeltiere oder Kopffüßer oder zu bestimmten anderen Zwecken verwendeter Wirbeltiere; Versuchstiermeldeverordnung). Die Meldung der Daten in der oben genannten Statistik erfolgt anonymisiert.

2. Wie beurteilt die Landesregierung Tierversuche grundsätzlich?

Antwort:

Der Einsatz von Tieren in wissenschaftlichen Untersuchungen sollte auf das un- erlässliche Maß beschränkt werden.

3. Unterstützt die Landesregierung die Forderungen von Tierschutzverbänden nach einem Verbot von Tierversuchen?

Siehe Antwort zu Frage 2.

3.1. Falls ja, gibt es Alternativen hierzu, die sie als realistisch ansieht?

Antwort:

Die Validierung von Ergänzungsmethoden obliegt der ZEBET (Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierver- such), die am Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin ansässig ist.

Link: http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl19/drucks/00600/drucksache-19-00607.pdf